Demo „Querdenken521“ 24.10. Bielefeld Hauptbahnhof

Am 24.10.2020 hat die Covidiotentruppe von Querdenken521 trotz explodierender Inzidenzwerte in Bielefeld am Hauptbahnhof eine Demo abgehalten. Also genau in dem Bereich, in dem durch eine städtische Allgemeinverfügung Maskenpflicht besteht.

Nach wenigen Metern war dann aber erstmal Schluss. Leider haben die Ordnungsbehörden dann aber doch nicht so konsequent durchgegriffen, wie es zuerst den Anschein hatte.

Angemeldet war die Demo wie immer von der aus Bad Salzuflen stammenden Anastasia Powolowski. Wobei sich mir jedes Mal aufs neue die Frage stellt, warum sie meint, ausgerechnet in Bielefeld demonstrieren zu müssen, und dabei dann permanent von „Wir in Bielefeld“ schwadroniert.

An die Auftaktkundgebung mit circa 70 Teilnehmer*innen sollte sich dann noch ein Aufzug durch die Fußgängerzone bis zum Rathaus anschließen. Also alles genau durch die Zone der Bielefelder Innenstadt, in der durch eine städtische Allgemeinverfügung Maskenpflicht herrscht. Leider ist mir überhaupt nicht klar, warum die Versammlungsbehörde hier nicht im Vorfeld bereits verfügt hat, dass diese Kundgebung nur mit der Auflage „MNS für alle Teilnehmer*innen“ hätte durchgeführt werden dürfen.

So kam der Aufzug dann bereits nach 10 Metern zum Stehen, da sich hier dann das Bielefelder Ordnungsamt mit insgesamt gut 10 Kräften einmischte. Zwar gäbe es keine Auflage seitens der Versammlungsbehörde, aber eben seitens der Stadt, was den Aufenthalt genau in diesem Gebiet beträfe. Nach kurzer Diskussion mit der Anmelderin, der Polizei und (leider) einem Mitglied der Bielefelder Piratenpartei war klar, hier geht es nur weiter, wenn die Teilnehmer*innen entweder Mundnasenbedeckungen aufsetzen würden oder entsprechende ärztliche Atteste über die Befreiung von MNS vorweisen könnten.

Welch abenteuerliche Definition von der „Bedeckung von Mund und Nase“ dabei angewendet wurde, habe ich dokumentiert.

Leider sind die – nach Auskunft einer Kraft des Ordnungsamtes mir gegenüber – offensichtlichen Fake-Atteste nicht moniert wurden. Obwohl hier wohl eindeutig festzustellen war, dass es sich entweder um aus dem Internet heruntergeladene „Blanko“-Atteste handelte, oder von fraglich nicht existenten Ärzten ausgestellten. Auffällig war, dass immerhin die Hälfte der inzwischen gut 90 Teilnehmer*innen ein Attest vorweisen könnte. Eigentlich hieß es, dass Teilnehmer*innen ohne gültiges Attest und ohne MNS hätten am Hauptbahnhof bleiben müssen. Es sind aber dennoch alle mitgelaufen. Und eigentlich hätte ich erwartet, dass die Polizei von den Teilnehmer*innen mit offensichtlichen Fake-Attesten die Personalien wegen des Anfangsverdachts auf Urkundenfälschung aufnimmt und die Atteste kassiert. Auch das ist nicht passiert.

Immerhin gab es bereits am Hauptbahnhof gut hör- und sichtbaren antifaschistischen Gegenprotest. Der die Demo auch den größten Teil des Weges durch die Innenstadt begleiten konnte. Allerdings erst nachdem die Bielefelder Einsatzhundertschaft mit einem Zug anrückte, was den Abmarsch der Covidioten weiter verzögerte.

Die Bilder aus der Fußgängerzone sprechen dann für sich. Seitens der Covidioten. Abstände?! Egal! MNS?! Egal! Und sich dann angeblich für unsere Grundrechte einsetzen.

Hervorzuheben sind zwei beobachtete und von mehreren Beobachtern bestätigte antisemitische Vorfälle auf der Demo von Querdenken521. So verglich einerseits die Anmelderin Powoliwski die Allgemeinverfügung zur Eindämmung von Corona mit den Ermächtigungsgesetzen Hitlers im dritten Reich.

Und zum anderen behauptete ein nicht bekannter Redner, dass in einigen Schulen Kinder, die nicht geimpft wären, eine Armbinde oder ähnliche Abzeichen tragen müssten, wie seinerzeit die Juden im dritten Reich. Eine Behauptung, die nicht nur jeder Grundlage entbehrt, sondern die Opfermär der Covidioten transportieren soll, sie seien die heutigen Juden. Was in Wirklichkeit aber einfach nur eine üble Form der Holocaustrelativierung ist.

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